Imbolc – Lichtfest und Reinigung
Imbolc ist ein keltisches Jahreskreisfest und gehört zu den Mondfesten.
Traditionell wird Imbolc am 2. Vollmond nach dem Julfest gefeiert. Das heißt, dass der Tag von Jahr zu Jahr wechseln kann. Heutzutage wird Imbolc oft am vom 01.02. zum 02.02. gefeiert.
Was ist Imbolc? – Kurz: Das Fest von Licht und Reinigung
Es ist eins der Fest das Ruhig und Still gefeiert wird ohne viel laute Musik, Tanz oder Gemeinschaft. Es wird im Kreise der Familie oder ganz für sich allein gefeiert.
An Imbolc wird unter anderem die Göttin Brigid geehrt. Sie ist die Göttin des Feuers, des Herdes, der Heilung, der Geburt und der Schmiede. Sie ist Schutzheilige der Schmieden und somit verfügt sie auch über das (formbare) Eisen.
In der Regel wird an Imbolc Haus und Hof gereinigt, das Feuer im Ofen/Herd geschürt. Alles wird auf Vordermann gebracht. Es wird sich Optisch vom kaputten und nicht mehr benötigten getrennt, aber auch energetisch durch Räucherungen mit Sticks oder Kräutermischungen. Danach wird Brigid eingeladen, um Haus und Hof zu segnen. An dem Tag können wir auch für Rituale, die am Herd vollzogen werden, Brigid zur Segnung dieser Zauber einladen. Diese werden Machtvoller und Kräftiger sein als normalerweise. Oft können Pläne und Vorhaben, die wir nun säen, im Herbst geerntet werden.
Warum wird Imbolc aber auch als Lichtfest bezeichnet?
Neben Brigid ehren wir auch das Lichtkind, dass an Jul von der dunklen Göttin geboren wurde. Aus dem Lichtkind wird der Sonnenkönig, der dem Winter und der Kälte Einhalt gebietet und an Ostara die Natur erwachen lässt. In dieser Zeit meldet sich der Winter noch einmal richtig zurück. Es kann zu Wintereinbrüchen mit starken Minusgraden, Schnee und Eis, Winterstürmen und -unwetter kommen. Es ist das letzte Aufbäumen des Winters bis Ostara.
Imbolc symbolisiert den Anfang der helleren Zeit. Wir merken das an den langsam, aber stetig helleren Tagen. Die Sonne geht früher auf und später unter. Haben wir eine geschützte Ecke spüren wir, wie stark die Sonne, das Lichtkind, schon ist. Und wir selbst merken es an uns auch oft. Besonders feinfühlige Menschen merken in der Zeit um Imbolc herum, wie ihre Kraft zurückkommt. So geht es mir ebenfalls. War ich im Januar noch Kraftlos, merke ich wie Tag für Tag, mit Imbolc als Beginn, meine Kraft und Motivation zurückkommt.
An Imbolc heißt es also noch nicht zu tanzen und Party zu machen, sondern in sich zu gehen, die Saat dafür legen, was wir im Herbst ernten möchten. Es ist ein ruhiges Fest, an dem wir unsere Wohnung, das Haus und den Hof physisch und energetisch reinigen. Etwas kochen und der Göttin Brigid und das Lichtkind ehren.
Was ihr an diesem Tag herstellen könnt, sind unter anderem Ritualkerzen, Kräutermischungen für Tees oder zum Räuchern. Ihr könnt eure „Ecke“ zum Trocknen der Kräuter vorbereiten und/oder Euren Hexenküchenutensilien neu segnen.

