Ostara – Das Frühlingsfest und Neujahr

Warum wird zu Ostara gesagt, dass es das Neujahr der Hexen ist?

Das hat mit den 8 großen Jahreskreisfeste zu tun. Früher wurde das Jahr nicht so gesehen und eingeteilt, wie wir es heute tun. Natürlich gab es den Winter, Frühling, Sommer und Herbst. Das Jahr wurde noch in ein paar kleinen Dingen mehr eingeteilt, bzw, es wurden quasi alle 2 Monate ein Fest gefeiert, dass den Fortschritt der Natur symbolisiert hat.

Als Jahreskreisfest werden 8 große Feste bezeichnet, die man alleine, im Kreise seiner Familie oder mit dem ganzen Dorf gefeiert hat. Die gängigsten bzw. bekanntesten sind wohl Beltan, das von der Walpurgisnacht abgelöst wurde, Samhain, das heute als Reformationstag oder Halloween bekannt ist, Jul, das heutige Weihnachten oder Ostara. Wobei Ostara vielleicht nicht ganz so bekannt ist wie die anderen Feste. 

Die Jahreskreisfeste werden unterteilt in 4 Mond- und 4 Sonnenfeste. Die Mondfeste haben keinen festen Tag im Jahr, sondern richten sich an den Stand des Mondes und werden in Vollmondnächten gefeiert. Daher haben diese Feste keinen fixen Termin im Jahr. Meist wird das Jul Fest als „Fixpunkt“ benutzt. So wird Imbolc zum Beispiel am zweiten Vollmond nach Jul gefeiert. Wobei Imbolc heutzutage oft am 01.02/02.02 gefeiert wird.

Die Sonnenfeste richten sich im Jahr nach dem Stand der Sonne. So feiern wir beim Julfest die Wintersonnenwende und bei Ostara die Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche. Das sind daher Tage, an denen alles im Gleichgewicht ist. Wie an Ostara, oder an denen der Höhepunkt der Dunkelheit oder des Lichts ist. Die Jahreskreisfeste richten sich also nach dem Stand der Sonne, der Mondes, der Energie und dem Erwachen und Fortschreiten der Natur. Die Menschen früher haben viel mehr im Einklang mit der Natur gelebt und gewirtschaftet.

Was wurde an Ostara gefeiert?

Ostara ist das Fest des Frühlingsbeginn und wird größtenteils vom 20.03.  / 21.03 gefeiert. Astrologisch gesehen haben wir jetzt wirklich unseren Jahreswechsel. Am Tag der Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche ist alles in Balance. Tag und Nacht sind gleich lang. Auch die Energien sind im Gleichgewicht und Gleichklang. Von der Symbolik und dem Namen her ähnelt das christliche Ostern dem Ostara. Alles Erwacht, alles wird wieder geboren, alles erblüht.

An Ostara wurde in einigen Teilen Europas der Göttin Ostara geehrt, Sie war die Göttin der Morgenröte und steht sinnbildlich für das Erwachen der Natur und dem Beginn des neuen Lebens. Das Symbol dieser Göttin war der Hase. Daher könnte man davon ausgehen, dass der Brauch des Osterhasen, darauf zurückzuführen ist. Wobei der Glaube an einer Göttin namens Ostara sehr umstritten ist, besonders wegen des Namen.

Was dennoch sehr wohl gefeiert wurde, war das aufeinander treffen der Frühlingsgöttin und des Sonnenkönigs. Die beiden sollen sich in dieser Zeit davor noch umspielen, doch der Sonnenkönig erwählt die Frühlingsgöttin an Ostara zu seiner Braut, mit der er sich an Beltan verbinden wird.

An Ostara wurde also auch das Ende der dunklen Zeit gefeiert, denn das Lichtkind ist zum Sonnenkönig herangewachsen und strahlt Kräftig auf die Erde nieder und lässt die Natur langsam erwachen.

Was können wir tun, um Ostara zu feiern?

Wer sich mit den Jahreskreisfesten auseinandersetzt, wird feststellen, dass immer an dem Tag oder die Tage vorher alles gründlich gereinigt wurde. Nicht nur eine physische Reinigung, sondern auch eine Energetische. Es wird aufgeräumt, sauber gemacht und geräuchert, um sämtliche negative Energien zu entfernen.

Aufgeräumt wurde, damit sich gar nicht erst ein streitlustiger oder nervenaufreibender Naturgeist in dem Chaos einnisten konnte. Die Chaosstiftenden Naturgeister fühlen sich nämlich sehr wohl in Unordnung und da das Leben mit so einem Naturgeist hin und wieder etwas anstrengend werden kann, versuchte man Chaos im Haus und Hof zu meiden.

Zum Räuchern sollte man ein Bündel getrockneter Kräuter nehmen und nicht die modernen Räucherstäbchen. Damit man einmal alles Negative entfernen kann. Spiegel und Böden können wunderbar mit verdünntem Essigwasser gewischt und anschließend mit einer Schutzrune wieder versiegelt werden.

Wenn alles ordentlich und energetisch sich gut anfühlt, können wir mit den eigentlichen Vorbereitungen beginnen. So kann zum Beispiel ein Nüsse und Samenbrot backen, Gänseblümchen pflücken und trocknen fürs Räuchern nächstes Jahr. Es wird ein gemütliches Abendessen aufgetragen, eine Kerze entzündet und wer kann ein kleines Feuer entfacht.

Wer noch ein bisschen mehr tun möchte, gibt vom frischen Brot, Samen, Nüssen und was sich noch so an findet, an den Naturgeister ab. So kann man eine Scheibe Brot, etwas Butter, Nüsse, Samen, Blumen und ein Getränk in seinem Garten oder im Wald aufstellen. Man kann in der Natur oder für sich zu Hause Meditieren. Kleine Rituale zum Puschen der Herzensidee können vollzogen werden.

Egal wie man Ostara Feiern möchte wichtig ist nur, dass es sich gut anfühlt. Unsere Intuition wird uns wie jeden anderen Tag leiten. Das ist das Schöne an allem Spirituellen oder magisch Praktizieren. Das, was sich für einen gut anfühlt, ist genau der Weg wie wir dieses Fest feiern sollen.